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Eisenpfanne einbrennen: So kochen Sie wie die Profis

Larissa Köberlein | Lesedauer: 5 Minuten | 08.09.2022

Ein rosagebratenes Steak, ein saftiges Fischfilet oder ein aromatisches Lammkottelet – vermutlich haben auch Sie ein Lieblingsgericht, von dem Sie nicht genug bekommen können. Sei es, weil Sie es im Urlaub gegessen haben oder es regelmäßig in Ihrem Lieblingsrestaurant bestellen. Da ist es nur verständlich, wenn Sie diesen besonderen Gaumenschmaus so originalgetreu wie möglich zu Hause nachkochen wollen. Vielleicht haben Sie sich dafür bereits eine Eisenpfanne angeschafft – darauf schwören schließlich auch die Profis. Doch bevor Sie mit Ihrem neuen Küchenhelfer sofort drauf losbrutzeln können, heißt es zunächst „Stop!“. Denn zuallererst müssen Sie Ihre neue Eisenpfanne einbrennen! Warum das notwendig ist und wie es Ihnen ganz ohne Hindernisse auf Anhieb gelingt, erklären wir Ihnen jetzt!

Was zeichnet eine Eisenpfanne aus und warum müssen Sie sie einbrennen?

Bevor es an die Details geht, führt kein Weg an ein bisschen Grundlagenunterricht vorbei – insbesondere, falls Sie bisher hauptsächlich mit beschichteten Modellen gekocht haben. Eisenpfannen bestehen, wie der Name schon verrät, aus Eisenstahl z.B. Guss- oder Schmiedeeisen oder Kohlenstoffstahl. Hauptmerkmal der eisernen Exemplare ist, dass sie einen glatten Boden ohne Antihaftbeschichtung besitzen. Das bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Scharfes und gleichmäßiges Anbraten: Eisen ist ein optimaler Hitzeleiter,
    weshalb Sie mit diesen Küchenhelfern problemlos den perfekten Garpunkt erreichen.


  • Einzigartiger Geschmack: Durch die optimale Hitzeverteilung werden viele Röstaromen freigesetzt. Ein simples Gericht wie Bratkartoffeln wird so zum intensiven Gaumenerlebnis.

  • Häufiger Gebrauch lohnt sich: Schließlich bildet sich so mit der Zeit eine Patina in der Eisenpfanne, was die Hitzeleistung verbessert.


  • Langlebigkeit: Gusseisenpfannen sind nicht zimperlich und verzeihen z.B. intensives Schrubben mit Reinigungsbürsten.

Die fehlende Antihaftbeschichtung hat jedoch einen kleinen Haken: Sie müssen Ihre Eisenpfanne vor dem ersten Gebrauch neu einbrennen. Aber warum? Ganz einfach: Weil Ihr Essen sonst am Boden festkleben und im schlimmsten Fall anbrennen würde. Aber keine Angst! Was auf den ersten Blick recht kompliziert und dramatisch anmutet, ist in Wahrheit ein echtes Kinderspiel. Mit diesen Tricks und Haushaltsrezepten schaffen Sie es im Handumdrehen, Ihre Eisenpfanne richtig einzubrennen:

Immer erst reinigen!

Wie jedes neue Kochutensil müssen Sie Ihre Eisenpfanne vor dem eigentlichen Einbrennen erst ordentlich säubern. Hintergrund ist, dass Hersteller Ihre Produkte zum Schutz vor Rost oder anderen Schäden mit einem Korrosionsschutz versiegeln. Dieser verhindert jedoch das Entstehen einer Patina. Zudem werden so eventuelle Produktionsrückstände restlos entfernt. Um Ihre Eisenpfanne vor dem Einbrennen gründlich zu reinigen, haben wir drei Vorschläge:

Pfannen und Töpfe reinigen
  • Geben Sie warmes Wasser sowie Spülmittel in Ihre Pfanne und schrubben Sie die Oberfläche kräftig mit einem rauen Schwamm ab.


  • Füllen Sie Ihr Modell mit einer Mischung aus Waschmittel und Wasser. Lassen Sie das ganze ungefähr 30 bis 60 Minuten einweichen. Im Anschluss gründlich abwaschen!

  • Legen Sie Ihr eisernes Exemplar in die Spülmaschine und schalten Sie diese im Intensivprogramm ein. Falls Ihre Eisenpfanne danach leichten Rost angesetzt hat, lässt sich dieser mit einem Schwamm schnell wieder entfernen.

Die Vorarbeit wäre damit erledigt. Nun geht es ans Eingemachte!

Der Klassiker: Erhitzen mit Öl

Die wohl beliebteste Methode, um eine Eisenpfanne einzubrennen. Dafür brauchen Sie:

  • Ihren Backofen

  • Eine Flasche Leinöl

  • Küchenpapier

  • Alufolie


Legen Sie Ihr Exemplar nach der Reinigung in den vorgeheizten Ofen (100°C, Ober- und Unterhitze). So stellen Sie sicher, dass eventuelle Wasserreste komplett verdampfen. Nach ein paar Minuten nehmen Sie Ihr Kochutensil (mit einem Kochhandschuh) aus dem Ofen (nicht ausschalten!) und stellen es auf die Herdplatte. Dann können Sie Ihre Eisenpfanne mit dem Öl einbrennen:

  • Nehmen Sie ein Papiertuch und tränken Sie es großzügig mit Leinöl. Dieses hat einen niedrigen Rauchpunkt, was zur Folge hat, dass sich bei Hitze schnell eine robuste Patina bildet.


  • Reiben Sie den Pfannenboden großzügig mit Öl ein bis er schön glänzt.

  • Lassen Sie das Ganze kurz einwirken.


  • Auch wenn es widersprüchlich klingt: Entfernen Sie das Öl mit einem Papiertuch wieder so restlos wie es geht.

  • Legen Sie die Pfanne zu guter Letzt umgedreht auf den Rost in Ihrem Backofen. Legen Sie sicherheitshalber ein Stück Alufolie unter. Drehen Sie die Temperatur auf 250°C (Ober- und Unterhitze) hoch und lassen Sie die Eisenpfanne eine Stunde in der Hitze liegen.


  • Schalten Sie danach den Ofen aus. Die Pfanne sollte bei geschlossener Tür ungefähr 30 bis 60 Minuten abkühlen.


Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrere Male bis eine glänzende, robuste Patina erkennbar ist. Nun haben Sie es geschafft und können mit Ihrer eingebrannten Eisenpfanne schmackhafte Gerichte zaubern.


Bewährtes Hausmittel: Kartoffelschalen und Salz

Für dieses Einbrenn-Verfahren müssen folgende Dinge bereitstehen:

  •  Ein Grill

  •  Sonnenblumenöl

  •  Schalen von 3 bis 4 Kartoffeln (je nach Pfannengröße)

  •  Eine ordentliche Portion Salz


Wie beim Pfannen-Einbrennen mit Öl heißt es zuallererst: reinigen. Entscheiden Sie sich wieder für eine der zuvor vorgestellten Methoden. Im nächsten Schritt stellen Sie Ihre Eisenpfanne zum Einbrennen auf den vorgeheizten Grill. Dort füllen Sie das Küchenutensil großzügig mit Öl und geben die Schalen sowie das Salz dazu. Diese Mischung bewirkt ebenfalls, dass sich der Korrosionsschutz löst. Diesen Mix braten Sie unter Wenden solange an, bis alles komplett schwarz und verbrannt ist.

Keine Sorge: Die starke Rauchentwicklung ist völlig normal. Im Anschluss entsorgen Sie die Schalen im Hausmüll und lassen die Pfanne abkühlen. Zum Abschluss waschen Sie Ihr Küchenutensil mit klarem Wasser und einem Schwamm ab. Verwenden Sie hier bitte kein Spülmittel. Reiben Sie die Innenseite mit ein wenig Sonnenblumenöl ein und schon halten sie eine frischeingebrannte Eisenpfanne in der Hand.

So pflegen Sie Ihre Gusseisenpfanne richtig

Bleibt festzuhalten, dass es beim Einbrennen einer Eisenpfanne auf folgende Faktoren ankommt:

  1. Die richtige Vorreinigung

  2. Das eigentliche Einbrennen bis eine dunkle Patina entsteht

  3. Die anschließende Pflege mit Öl

Schrecken Sie also nicht davor zurück, neue kulinarische Wege zu beschreiten. Bringen Sie Ihre Kochkünste auf ein neues Level und lernen Sie, eine Eisenpfanne einzubrennen! Mit unseren Tipps schaffen Sie es ohne Probleme und verwandeln Ihr Zuhause in Ihr neues Lieblingsrestaurant!


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